Produzent des Monats Mai - GĂ€rtnerei Ulenburg
Die GĂ€rtnerei Ulenburg ist ein Betrieb aus Löhne - nur etwa 45 km von OsnabrĂŒck entfernt đ±. Die GĂ€rtnerei wurde 1980 gegrĂŒndet, ist Bioland-zertifiziert und nach dem Kollektivprinzip organisiertđ€. Seit August 2016 ist sie zudem eine eingetragene Genossenschaft (GĂ€rtnerei Ulenburg eG).
Im Kollektiv werden wichtige Entscheidungen gemeinsam und im Konsens unter den 20 Mitgliedern getroffen. In tÀglichen Meetings kommt das gesamte Team zusammen, um den aktuellen Stand der Arbeit, der Ernten und der verschiedenen Aufgabenbereiche zu besprechen. So bleibt das gesamte Team stets gut informiert.
Ihre Philosophie basiert auf dem Prinzip: âEin Mensch, eine Stimme, ein Lohnâ - unabhĂ€ngig von Ausbildung, Alter oder Geschlecht sowie davon, ob man Azubi ist oder bereits seit ĂŒber 20 Jahren im Unternehmen arbeitet. Hier stellt jede Person eine zentrale Arbeitskraft fĂŒr das Kollektiv dar und wird entsprechend geschĂ€tzt đ±â€ïž .

Ohne Zweifel funktioniert dieses Modell seit ĂŒber 40 Jahren sehr erfolgreich, was man im gesamten Team spĂŒrtâš. Einige Mitglieder sind sogar seit fast 30 Jahren dabei und weiterhin hoch motiviert. Jede Person bringt eine besondere Energie und Leidenschaft fĂŒr die Arbeit mit âš und genau diese AtmosphĂ€re erlebt man sofort vor Ort.
Ulenburg ist nicht nur eine Bio-GĂ€rtnerei, sondern eine Gemeinschaft, in der Teamarbeit und gegenseitiger Respekt zum Alltag gehören đ Das Kollektiv wird von Erntehelferinnen, MarktverkĂ€uferinnen und vielen weiteren Menschen dabei unterstĂŒtzt, dass ihr GemĂŒse bis zum Endverbraucher gelangt â€ïž.

Sie sĂ€en die Samen ihrer GemĂŒsesorten selbst aus und verwenden dabei ein Verfahren, bei dem die Samen zunĂ€chst in Anzuchtplatten ausgesĂ€t werden, wo jede Pflanze in einer frĂŒhen Phase unter kontrollierten Bedingungen wĂ€chst.đ± Dadurch werden sie in ihrer empfindlichsten Phase geschĂŒtzt, nur die stĂ€rksten Pflanzen ausgewĂ€hlt und ggf. noch veredelt, bevor sie ins Freiland oder in die GewĂ€chshĂ€user umgesetzt werden. Ein groĂer Teil wird von Hand gepflanzt. Dadurch steigen die Chancen auf eine erfolgreiche Ernte. Gleichzeitig verkĂŒrzt sich die Wachstumsphase auf dem Acker, wodurch Probleme mit Unkraut, Tieren und Krankheiten reduziert werden. đđż
In der GĂ€rtnerei Ulenburg beginnt das Jahr mit der Anzucht von Jungpflanzen, die spĂ€ter in die GewĂ€chshĂ€user oder ins Freiland umgesetzt werden đ± Dank ihrer groĂen Winterlager und GewĂ€chshĂ€user können sie fast das ganze Jahr ĂŒber frisches GemĂŒse anbieten đ„Źâ selbst in Zeiten, in denen drauĂen kaum etwas wĂ€chst.

Auf insgesamt 54 Hektar FreilandflĂ€che bauen sie ĂŒber 40 verschiedene GemĂŒsesorten an, die sowohl fĂŒr den GroĂhandel als auch fĂŒr den regionalen Verkauf auf WochenmĂ€rkten bestimmt sind. ZusĂ€tzlich verfĂŒgen sie ĂŒber 6.000 mÂČ GewĂ€chshausflĂ€che, in denen GemĂŒse in kleinerem Umfang fĂŒr empfindliche Kulturen angebaut wird. Diese Produkte werden hauptsĂ€chlich auf regionalen MĂ€rkten verkauft oder direkt fĂŒr den regionalen Verbrauch genutzt đ± .

Eine Besonderheit ist, wie pragmatisch der Betrieb mit dem Einsatz von Maschinen umgeht. Viele der eingesetzten Maschinen wurden ĂŒber die Jahre selbst gebaut oder fĂŒr die eigenen BedĂŒrfnisse modifiziert. Dazu gehören die Waschmaschine zum Waschen des GemĂŒses, die Topfballenpresse, die kleine Erdballen formt, in die die Samen eingesetzt werden. Auch viele der landwirtschaftlichen GerĂ€te und zusĂ€tzlichen AufsĂ€tze fĂŒr die Traktoren wurden selbst gebautđ. All das zeigt den groĂen Erfindergeist der GĂ€rtnerei Ulenburg đ±âš, sodass die tĂ€glichen Arbeitsprozesse deutlich erleichtert werden.

Ann erzĂ€hlt uns, was die GĂ€rtnerei Ulenburg besonders macht: ihr GemĂŒse, das Kollektiv-Prinzip und das, worauf sie stolz sind đ±đ

