Eine Satelitenaufnahme der Straße von Hormus

Straße von Hormus

11.04.2026 - ⏱ 3 Minuten

Nun ist die Straße von Hormus wahrscheinlich wieder frei, aber die Probleme der Blockade kommen erst noch auf uns zu. Mehrere Wochen konnten nur wenige Tanker mit Öl und Gas die enge Schneise passieren. Ganze Ölfelder mussten stillgelegt werden, da nicht genug Lagermöglichkeiten bestanden und müssen jetzt mühsam wieder über Wochen reaktiviert werden. Andere wurden während des Krieges zerstört. Dem Weltmarkt fehlt Rohöl und Gas für die Produktion von Arzneimitteln, Plastik und künstlichem Dünger. Und das wird in unserem aktuellen System der Lebensmittelproduktion weiter benötigt. Es ist davon auszugehen, dass wir die Effekte von dieser Knappheit erst im Laufe des Jahres so richtig merken werden. ⛽🌍

Aber ist das wirklich richtig so? Wenn bereits eine kleine Meerschneise von 3 km befahrbarer Breite unser komplettes Ernährungssystem vor Herausforderungen stellt, dann sind wir doch eindeutig irgendwo auf dem Weg falsch abgebogen. Unser Weltmarkt für Lebensmittel fühlt sich aktuell sehr fragil an. ⚠️

Schon zum Start des Ukraine-Kriegs haben wir dies bemerkt, als die ersten Befürchtungen aufkamen, dass der Krieg zu einer Hungersnot in ärmeren Ländern und einem Mangel an Sonnenblumenöl führen könnte, da die Ukraine ein so großer Produzent an Weizen und Sonnenblumenkernen ist. Alles ist aktuell auf große Mengen und Effizienz ausgerichtet. Das führt aber zu zentralen Strukturen und die sind anfälliger für Krisen. Leider leben wir aber in einer Zeit der Krisen und müssen uns darauf anpassen. Denn dies wird nicht das letzte Weltereignis gewesen sein, das unseren globalen Handel ins Wanken bringt. 🌾

Was wir mehr brauchen, sind kleine Kreisläufe, kleinere Produktionen, kleine Wertschöpfungen. Das Gegenmodell zum Weltmarkt: Regionalität. 🌱 Und das vor allem in Bio. Denn konventionelle Landwirtschaft ist auch hier stark vom Weltmarkt abhängig. Synthetische Kraftstoffe werden mit viel Erdgas in anderen Ländern hergestellt. Ökologische Landwirtschaft nutzt natürliche Kreisläufe für die Nährstoffgewinnung im Boden. Schaut euch dazu auch noch mal unseren Beitrag zu den Leguminosen an. Das macht die ökologische Landwirtschaft krisenfester. Und wenn wir dann noch auf regionale Erzeuger setzen, ist es egal, in welcher Region gerade Krise ist, denn es gibt immer noch alle Produkte in anderen Teilen des Landes. Dezentralität in der Lebensmittelproduktion macht uns unabhängig und resilient.

Was kannst du nun tun? Du kannst bereits heute regionale und ökologische Erzeuger unterstützen, indem du ihre Produkte kaufst. 🛒 Nur so können wir sicherstellen, dass diese uns auch zukünftig erhalten bleiben. Das Aussterben der regionalen Lebensmittelproduktion müssen wir mit allen Mitteln verhindern! 🚜

Genau deswegen haben wir unseren Laden eröffnet. Wir sammeln die guten Produkte aus der Region und machen sie für euch bequem erreichbar. Ohne, dass ihr lange Strecken dafür zurücklegen müsst. Werdet also Mitglied bei farmely und seid Teil der Veränderung. 🌿✨